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25. Januar 2003
Mitgliederversammlung:

Pfarrer Dr. Wolfgang Schöllkopf, Ulm
"Zwischen Herzog und Herrgott" Hofprediger zur Zeit Herzog Eberhard Ludwigs

3. Februar 2003
Ruth Blank: Die Uracher ForstmeisterWir werden von Frau Blank in das Leben eines Berufsstandes eingeführt, der sich sehr häufig zwischen allen gesellschaftlichen Stühlen fand: der Herrschaft, dem Adel wie dem Volk. Alle hatten ihre unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie ein Forstmeister zu funktionieren hatte, und mehr als einmal endete die Diskrepanz darüber für die Amtsinhaber tödlich. Kampf gegen Wilderer, Versorgung der Bevölkerung mit Brennholz, Befriedigung fürstlicher Jagdgelüste - nur einige Stichworte aus dem Jahresverlauf eines Forstmeisters im 17. Jahrhundert.

7. April 2003
Wolfgang Naujocks: Auswanderung nach WestpreußenIn der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Auswanderungswelle von Württembergern nach Westpreußen und dem Netzegau. Mit großzügigen Hilfszusagen riefen Friedrich der Große und sein Nachfolger Friedrich Willhelm II. Bauern und Handwerker in die dünn besiedelten Gebiete Preußens, die teils erst kurz zuvor durch die polnischen Teilungen seinem Herrschaftsgebiet zugeschlagen worden waren. Der Vortrag behandelt schwerpunktmäßig die Besiedlung des nördlichen Westpreußens durch schwäbische Kolonisten. Neben den Gründen und Schwierigkeiten bei der Auswanderung werden die vielfältigen Probleme aufgezeigt, mit denen die Siedler zu kämpfen hatten. Selbst nach der Ansiedlung kam es zu neuen Wanderungsbewegungen, teilweise wollten die Kolonisten auch wieder in ihre alte Heimat. Trotzdem machten schwäbische Kolonisten weite Gebiete Westpreußens urbar und selbst in unfruchtbaren Gegenden schufen sie blühende Gemeinwesen die durch sie bis Ende des Zweiten Weltkrieges geprägt blieben.

05. Mai 2003
Rudolf Theurer: Inventuren und Teilungen als genealogische QuellenInventuren und Teilungen sind eine genealogische Massenquelle im württembergischen Raume. Diese Unterlagen finden sich in den Gemeindearchiven mit allen für den Familiengeschichtsforscher erforderlichen Kerndaten: Sie geben sowohl Auskunft über die Vermögensverhältnisse eines Ehepaares bei der Hochzeit und über deren Eltern als auch über die Vermögensverhältnisse beim Tode der Ehegatten und nennen die Erben. Sie ergänzen somit auf jeden Fall die aus den Kirchenbüchern gewonnenen Personendaten und bereichern sie auf vielfältige Weise mit weiteren Erkenntnissen, bis hin zu der Überbrückung sonst toter Punkte.

19. Juni 2003 Jahresausflug an Fronleichnam
Der diesjährige Jahresausflug führt uns zu einigen interessanten Stätten in den Kraichgau. Auf der Exkursion besichtigen wir das Melanchton-Haus in Bretten mit dem Beuttenmüller-Archiv. Anschließend geht die Fahrt zur Sickingen-Kirche in Flehingen. Am Nachmittag besichtigen wir die Rauß-Mühle und die Fachwerkhäuser in Eppingen. Unterwegs ist Gelegenheit zum Mittagessen gegeben sowie zu einem rustikalen Imbiss am späteren Nachmittag.

1. September 2003
Dietrich Paulini: Ortsgeschichte PflummernPflummern ist ein kleines Dorf am Südrand der Schwäbischen Alb und heute ein Ortsteil von Riedlingen an der Donau. Wir erhalten einen spannenden Einblick in die Forschungsarbeit an dem Ortsfamilienbuch und die mannigfachen interessanten Ergebnisse, die eine anscheinend so unbedeutende Gemeinde für die Menschen von damals zum Mittelpunkt ihrer Welt machten. Das von Dietrich Paulini erstellte Werk ist darüber hinaus wegen des Fehlens von Daten evangelischer Bewohner vor der Zeit der Standesämter eine wertvolle Quelle für Auswärtige in der Gemeinde Pflummern.

6. Oktober 2003
Dr. Herbert Leube: Betrachtungen zur kurpfälzischen Familie WundtSeit Mitte des 17. Jh. breitete sich die aus der Steiermark stammende Familie Wundt in der Kurpfalz aus. Neben zahlreichen Pfarrern und Theologen an der Heidelberger Universität gingen aus der Familie Wissenschaftler und Verwaltungsbeamte hervor. Eine Linie ist durch eine Reihe württembergischer Offiziere geprägt. Ein weiterer Zweig gehört zu den ersten Kolonisten in Texas. Bekanntester Vertreter der Familie ist der Philosoph und Psychologe Wilhelm Wundt.

3. November 2003
Siegfried Fouqué: Die Hugenotten - Geschichtliches und FamiliäresHinter dem Begriff "Hugenotten" steckt ein packendes Thema europäischer Geschichte, das für jeden Genealogen interessant ist. Kirchliche Intoleranz und fürstlicher Absolutismus haben über drei Jahrhunderte hinweg Gewalt, Kriege und letztlich Wanderungsbewegungen ausgelöst, denen der Redner aus geschichtlicher und familiärer Sicht nachgeht.

1. Dezember 2003
Rolf Deuschle, Denkendorf: Neues zu den Keller-BüchernHerr Deuschle setzt sich in seinem Vortrag auseinander mit dem "Keller-Buch" von Georg Keller aus dem Jahr 1922. Dieses Buch, immer wieder umstritten, wird durch Deuschles Forschungen aufgewertet und bestätigt. Allerdings bedarf der Stammbaum insofern einer Änderung, als Alexander Keller I., Ende des 15. Jahrhunderts geboren, kein Sohn der Esslinger Keller ist, sondern aus einer ehrbaren Denkendorfer Familie stammt und Anfang des 16. Jahrhunderts in Esslingen eingeheiratet hat.

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