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Dienstag 20 Februar 2018

30. Januar 2010, 14:00 Uhr:
87. Jahresversammlung/Mitgliederversammlung

Ort: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str.4 (Nähe Charlottenplatz)

Tagesordnung:
1. Jahresbericht für das Jahr 2009
2. Bericht des Rechners und Rechnungsprüfungsbericht 2009
3. Entlastung der Vorsitzenden
4. Anträge
5. Verschiedenes

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung spricht um 15:15 Uhr unser Mitglied Prof. Dr. Immo Eberl, Ellwangen, über "Die Grafen und Herren v. Neipperg in Schwaigern. Beispiele zur Adelsgenealogie und Wappenkunde in Mittelalter und Neuzeit." Der Referent spannt einen Bogen von 1241 bis zur Gegenwart und schildert, wie aus Gutsbesitzern und Rittern, die im Dienst der Fürsten von Baden, Kurpfalz und Württemberg standen, Freiherren und Grafen wurden, die sich sogar mit dem Kaiserhaus Habsburg ehelich verbanden.

5. Februar 2010, 18.00 Uhr: Prof. Dr. Günther Schweizer:
Die elf Mühlen und ihre Müller im Reichenbachtal (Siebenmühlental)Im Reichenbachtal, zwischen Schönbuch und Fildern gelegen, gibt es nicht ein einziges Dorf, aber elf Mühlen. Schon 1383 wird im Forstlagerbuch "des Moren milin" genannt, später und bis heute als Obere Mühle bezeichnet. Die Mäulesmühle mit dem Mühlenmuseum und ihrer "Komedescheuer" ist durch die Serie "Hannes und der Bürgermeister" fernsehberühmt, andere Mühlen sind durch ihre Gastwirtschaften weithin bekannt. Gemahlen wird in keiner der elf Mühlen mehr. Der Referent geht auf die sehr wechselvolle Geschichte der Mühlen, auf die oft weit zurückreichende Genealogie der Müllerfamlien und deren Verflechtungen ein, darunter auf die adlige Herkunft der bürgerlich gewordenen Familie von Au oder auf die Familie Wolf, die über zehn Generationen hinweg Müller im Reichenbachtal stellte.

5. März 2010, 18.00 Uhr
Genealogischer Abend.Mitglieder stellen ihre Projekte vor und suchen gemeinsam nach Lösungen von Problemen. Wer selbst etwas vortragen oder ein bestimmtes Thema erörtern möchte, möge sich zuvor bei der Geschäftsstelle melden. Bringen Sie auch genealogische und heimatkundliche Bücher mit, die Sie nicht mehr brauchen.

7. Mai 2010, 18.00 Uhr: Dr. Karin de la Roi-Frey:
Vom Wohnzimmer zum Hörsaal - höhere Mädchenschulen in Württemberg bis 1900Vor 1800 gingen Mädchen in Württemberg ausschließlich in die Volksschule oder erhielten Privatunterricht im Elternhaus. Erst danach entstanden verschiedene Privatinstitute zur Erziehung und Bildung von Mädchen, wie das Königin-Katharina-Stift in Stuttgart (1818), die höhere Mädchenschule in Ulm (1819) oder das Töchterinstitut der ev. Brüdergemeinde Korntal (1821). Der Staat stand diesen Bestrebungen völlig teilnahmslos gegenüber; er gab weder Anregungen zur Gründung höherer Mädchenschulen, noch förderte er sie finanziell. Das pädagogische Konzept der Schulen bestand darin, die Mädchen auf ihre Rolle als Ehefrauen vorzubereiten. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts näherten sich die höheren Mädchenschulen in ihren Bildungszielen den Gymnasien an, nun sollten sich die Schülerinnen auch für ein Universitätsstudium qualifizieren.

Vereinsausflug am Samstag, 26. Juni 2010, 11.00 Uhr nach Ulm

Individuelle Anreise, Treffpunkt in der Haupthalle des Ulmer Hauptbahnhofes.
Die Organisation vor Ort liegt in den Händen von Herrn Ulrich Binder und anderen Aktiven des jungen Genealogischen Arbeitskreises in Ulm. Das detaillierte Programm sowie mögliche Abfahrtszeiten per Bahn finden Sie im Rundbrief Nr. 10.
Kostenbeitrag: 8,00 Euro
Ihre Anmeldung richten Sie bitte an die Geschäftsstelle des Vereins.

21. August 2010, 15 Uhr: Dr. Wolfgang Caesar
Gemeinsamer Spaziergang über den Stuttgarter Pragfriedhof
Treffpunkt: Haupteingang an der Friedhofstraße (Haltestelle Pragfriedhof, Stadtbahn U15)
Dr. Caesar zeigt Ihnen etwa 20 Gräber mehr oder weniger bedeutender Persönlichkeiten. Darunter ist auch die Grabstätte unseres am 28. Dezember 2006 gestorbenen Mitglieds Hanns-Wolfgang Kress, den viele von Ihnen kannten, zumindest von seinen Publikationen. Weitere Informationen im Rundbrief 10 auf Seite 9.

05. November 2010, 18 Uhr: Dr. Wolfgang Weisser
Bäuerliche Aristokraten im 16. Jahrhundert am Beispiel der Familie Lempp in Steinheim an der Murr
Bereits im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts tauchten Angehörige der Familie Lempp in zahlreichen Gemeinden von Marbach bis Backnang als wohlhabende Neubürger auf und erlangten nicht selten das Schultheißenamt. Was waren die Hintergründe für diese "Expansion" und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg? Die Antwort wird der Referent in seinem Vortrag geben.

03. Dezember 2010, 18 Uhr:
Genealogischer Abend mit Kurzreferaten und spontanen Mitteilungen
Herr Belthle berichtet Neues über Scharfrichter, Dr. Caesar wird kurz über die Berufslaufbahn unseres 1973 gestorbenen Mitglieds Richard Haidlen berichten. Haidlen war seit 1920 im Auswärtigen Amt tätig, dessen Verstrickung in nationalsozialistische Verbrechen kürzlich von einer Historikerkommission dargelegt worden ist. Haidlen wurde Ende 1944 in den Wartestand versetzt, was ein Indiz dafür sein kann, dass er sich politisch unbeliebt gemacht hatte.