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Suche nach dem Vater bzw. Großvater

Herbstmarkt

 


Ein Traum wird Wirklichkeit - Den Vater gefunden

Im März 2024 wechselte das Archiv der Ostalbgenealogen seinen Standort. Nach Einzug in das neue Quartier wurden die Räumlichkeiten der Öffentlichkeit im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ auch in den Tageszeitungen bekannt gemacht.
Den Artikel fand ein Leser ansprechend und informierte seine Tochter, die an der Familienforschung interessiert war. Sie schrieb an der Geschichte ihrer Familie und der ihrer Vorfahren und Anverwandten. Die Tochter hatte auch Kontakt mit einer Australierin, die ihrerseits auf der Suche nach dem leiblichen Vaters ihrer Mutter war. Und so kam auch der erste Kontakt zustande: Die Australierin meldete sich per Email am 12. Oktober 2024 bei der Ostalbgenealogie.
Zwei aktive Familienforscher der Ostalbgenealogen nahmen sich der Sache an. Die Mutter der Australierin wurde kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges in Aalen geboren und hatte zeitlebens von ihrer Mutter nichts über ihren leiblichen Vater erfahren. Ihre eigenen Nachforschungen der letzten Jahrzehnte führten nicht zum gesuchten Vater. Anfangs schien es den Genealogen unmöglich zu sein, den Vater herauszufinden. Datenschutz erschwerte die Einsichtnahme in aktuelle Dokumente ungemein.
Hunderte Emails wechselten zwischen der Ostalb und Australien hin und her, Fragen und Nachfragen, Antworten und Erläuterungen sowie Möglichkeiten und Mutmaßungen wurden ausgetauscht. Aufzeichnungen und Ortsbeschreibungen in ihrem genealogischen Archiv grenzten den Bereich der in Frage kommenden Personen ein. Standesamtliche Nachrichten, Traueranzeigen und insbesondere persönliche Kontaktaufnahmen in Verbindung mit Fotographien aus damaliger Zeit führten letztlich zum Ziel. Nach einem Jahr intensiver Recherche in Akten und vielen Gesprächen öffnete sich die Tür zum Vater am anderen Ende der Erde.
Der Traum wurde wahr: Der Vater bzw. Großvater war gefunden und die Freude war so groß, dass sich beide, Mutter und Tochter auf den Weg von Australien auf die Ostalb machten. So konnten beide das Land des Vaters bzw. Großvaters kennenzulernen und zusammen mit den neu gewonnenen Geschwister, Cousinen und vielen Verwandten schöne und informative Tage zu verbringen - Auf den Tag genau ein Jahr nach der ersten Mail.
Eine Zeitung griff diesen Fall auf und berichtete ausführlich darüber. Auch ein Team des Fernsehens besuchte das genealogische Archiv in Aalen und berichtete über die Arbeit der Familienforscher, mit dieser Suche nach dem Vater als Aufhänger.


Genealogen beim Heimatmarkt präsent

Die Genealogen des Arbeitskreises Ostalb waren mit einem Informationsstand am Rande des Ochsengartens in Nattheim präsent. Anhand Schau- und Lehrtafeln, Fachbücher, Grafiken und Informationsmaterial konnte dem interessierten Besucher ein kleiner Einblick in die Arbeit familienkundlicher Forschungen gegeben werden. Ebenso konnten genealogische Besonderheiten und Probleme erörtert werden. In den Gesprächen wurde oft klar, dass durch rechtliche Vorgaben gerade die ersten Nachforschungen in Ämtern und vergleichbaren Institutionen sich als recht schwierig gestalten, selbst für den engeren Familienkreis. Eine gute Alternative hierzu sind bereits erfolgte Arbeiten im Verwandtenkreis, in denen bereits ein Grundstock erschlossen wurde und für eine Erweiterung genutzt werden kann. Viel Hilfe und Unterstützung findet man jedenfalls bei erfahrenen Genealogen, die ihrerseits meist in familienkundlichen Vereinen und Gruppen organisiert sind, und die Hilfestellungen geben, untereinander Erfahrungen austauschen, eigene Archive unterhalten und ihre Ergebnisse auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

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