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Dienstag 20 Februar 2018

Freitag, 28. Oktober, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Dr. Wolfgang Caesar:  Vorfahren von Gerhard Schröder

Wie im Rundbrief 28 beschrieben hat der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder einige seiner Wurzeln in Südwestdeutschland. Mehrere Genealogen haben sich mit seiner Abstammung befasst. Der Vortrag fasst die bisherigen Ergebnisse zusammen.

 

Freitag, 25. November, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Peter Lange: Der Korntaler Theologe Christoph Hoffmann und der „friedliche Kreuzzug“ nach Jerusalem

Die Motivation für die durch Christoph Hoffmann ausgelöste Auswanderungs-Bewegung der Templer aus Württemberg ins Heilige Land in den Jahren 1870 bis 1890 ist uns Heutigen nicht so ohne Weiteres verständlich. Die aus pietistischen Kreisen des Landes ausgerufene Sozialreform hatte ihre Beweggründe aus der alttestamentlichen Weissagung der israelitischen Propheten bezogen, in der Jerusalem den Schlüssel für eine Erneuerung der Welt darstellen sollte. Die Siedlungstätigkeit der Templer hatte eine ungeahnte Veränderung und Entwicklung des nahöstlichen Landes zur Folge. Anlässlich des 200. Geburtstages des aus der Brüdergemeinde in Korntal stammenden Christoph Hoffmann beschreibt der Referent die seit mehreren Jahren betriebenen Restaurierungen früherer Templer-Siedlungen durch israelische Denkmalschützer.

 

Freitag, 9. Dezember 2016, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Dr. Wolfgang Weisser: Zeichen – Siegel – Wappen: Erfahrungen aus der HERALDISCHEN BERATUNG unseres Vereins.

Die Wappenkunde ist im neuen Namen unseres Vereins nicht mehr vertreten. Dies bedeutet aber nicht, dass wir uns von diesem reizvollen Zweig der Familienkunde verabschiedet haben. Schließlich war und ist die Wappenkunde für interessierte Genealogen ein wichtiger Bestandteil ihrer Familienforschung. Daher wird die Heraldik auch weiterhin ein Schwerpunkt unserer Beratungs- und Service-Leistung bleiben. Zum einen sei auf unsere Bibliothek verwiesen, die einen reichen Bestand an grundlegenden Werken der Heraldik, sowohl bürgerlicher als adliger Provenienz bietet. Zum anderen stehen Personen mit wappenkundlichen Kenntnissen und Erfahrungen für Beratung zur Verfügung. Beispiele aus der Praxis von Anfragen der vergangenen Jahre sollen diesen Vereinsabend bereichern und zu Fragen und Diskussionen anregen.

 

Bisherige Veranstaltungen in diesem Jahr:

Samstag, 30. Januar 2016, 14 Uhr - Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4 (Nähe Charlottenplatz)

Einladung zur 93. Jahresversammlung (Mitgliederversammlung)

Zu Beginn der Mitgliederversammlung wird Wolfgang Oexle einen Vortrag halten über “Familie Kerner - eine berühmte Ludwigsburger Familie”. Im Rahmen dieses Vortrages wird er auf die Mitglieder der damals in Württemberg in hohem Ansehen stehenden Familie Kerner eingehen. Neben den Söhnen Karl sowie Ernst Ludwig stehen der älteste Sohn Johann Georg und natürlich Justinus als wohl berühmtestes Mitglied im Vordergrund. Der Vortrag wird abgerundet durch Schilderungen der damaligen Verhältnisse und Gegebenheiten, wie sie im “Bilderbuch aus meiner Knabenzeit” von Justinus Kerner zum Ausdruck kommen. Im Laufe dieses Vortrages schlüpft der Referent immer wieder in die Rolle des “Familienoberhauptes” Christoph Ludwig Kerner, der manchmal schier verzweifelte wegen der Affinität seines ältesten Sohnes zu “Libertè, Egalité und Fraternité. . .“

Nach einer kurzen Pause geht die Mitgliederversammlung um 16 Uhr weiter.

Tagesordnung:

1. Jahresbericht für das Jahr 2015

2. Bericht des Rechners und Rechnungsprüfungsbericht 2015

3. Entlastung des Vorstands

4. Anträge

5. Verschiedenes

 

Freitag, 11. März 2016, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Prof. Dr. Günther Schweizer: Schwäbische Vorfahren internationaler Größen: Grace Patricia Kelly, Fürstin von Monaco; Charles de Gaulle, französischer Staatspräsident; Helmut Schmidt, deutscher Bundeskanzler

Grace Kelly, Hollywood-Star und spätere Fürstin von Monaco, hatte einen Urgroßvater aus Tübingen, Gutsbesitzer am Bodensee, aber als Bankrotteur zur Flucht nach Amerika gezwungen. - Charles de Gaulle war Nachkomme der in Schwaben verbreiteten Familie Kolb, bekannt durch Generationen von Schulmeistern in Entringen und Dagersheim, nicht zuletzt durch den bedeutenden Pietisten Immanuel Gottlieb Kolb, Ehrenbürger von Dagersheim und von Korntal. - Der jüngst verstorbene Bundeskanzler Helmut Schmidt, Prototyp des Hanseaten, hatte, was er selbst erst 1933 erfuhr, einen jüdischen Großvater, unehelich verbunden mit der Großmutter Wenzel. Der erste Hamburger Wenzel war ein "Saucissonmacher" also Wurstmetzger, eingewandert aus Wüstenrot. Seine Vorfahren führen in die schwäbische Ehrbarkeit und zu zahllosen Ahnengemeinschaften mit bedeutenden Personen (Max Planck, Ludwig Uhland, Friedrich Hölderlin, und viele andere).

 

Freitag, 1. April 2016,18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Gerd Gramlich: Leichenpredigten

Zum Menschsein gehört wohl auch eine angemessene Bestattung, ein Totengedenken. Die Anniversarien des Mittelalters wollten das leisten. Wir kennen Sterbebilder, die es heute auch bei nicht-katholischen Christen gibt (übrigens kein sehr alter Brauch). Leichenpredigt meint nicht nur Beerdigungsansprache, sondern besonders eine Kunstform, die sich vor allem in der Barockzeit im Luthertum üppig entwickelt hat. Gedruckte Leichenpredigten hatten eine bestimmte Form (mit lateinischen und deutschen Gedichten, Liedern, Danksagungen, Bibelauslegung). Sie konnten hunderte Seiten umfassen –natürlich vor allem bei „Prominenten“ also: Adeligen, Gelehrten. Für Genealogen sind die oft ausführlichen Lebensläufe interessant. Das alles bis hin zum Internet wird bei einem Vortrag von Gerd Gramlich zur Sprache kommen.

 

Samstag, 14. Mai 2016, 10 Uhr: Treffpunkt vor dem Museum im Untergeschoss zum Alten Bären, Kirchstraße 2, Denkendorf.

Rolf Deuschle: Führung im Heimatmuseum Denkendorf

Besichtigung des Museums mit Exponaten zur Orts- und Klostergeschichte. Dann Besuch des Museums im Haus Kirchstraße 9, schräg gegenüber. Hier gibt es bäuerliche und handwerkliche Sammlungen, z.B. eine alte industrielle Strumpfstrickmaschine; Kinderspielzeug und eine Ausstellung zu Albrecht Bengel. Im Obergeschoss wird der Pietismus vorgestellt; es gibt eine Schlafkammer und ein Vereinszimmer zu besichtigen; und Informationen über Neubürger, die nach 1945 in Denkendorf ansässig wurden. Eine Besonderheit sind zudem die Stammbäume Denkendorfer Bürger von etwa 1550 bis zur Gegenwart. Gegen 12:30 Uhr gibt es ein Mittagessen im Alten Bären. Danach wird je nach Interesse und Möglichkeit eine Führung durch weitere historische Gebäude in Denkendorf angeboten. Bitte melden Sie sich bis zum 3. Mai in der Geschäftsstelle an, wenn Sie am Mittagessen im Alten Bären teilnehmen möchten.

 

Jahresausflug Samstag, 18. Juni 2016: Ellwangen, die Stadt der Türme und Kirchen

Es wird mir eine große Freude sein, die - hoffentlich zahlreichen - Teilnehmer am Jahresausflug nach Ellwangen begrüßen zu können. Die alte geistliche und nach der Säkularisation neuwürttembergische Residenz (1803-1806) bietet viel Sehenswürdiges und ist eine Reise wert.

Wir treffen uns um ca. 10.00 Uhr vor dem Eingang der Basilika auf dem neugestalteten Marktplatz zur

Einführung in die Geschichte Ellwangens und zur Besichtigung der Basilika und der evangelischen Stadtkirche. Gegen 12.30 Uhr kehren wir im Restaurant "Roter Ochsen" (die Brauereigaststätte des bekannten Ellwanger Biers), ein. Um 14 Uhr folgt ein Rundgang durch die Stadt mit einer Kaffeepause um 16 Uhr und Abschluss gegen 17 Uhr.

Für die, die länger bleiben können gibt es die Möglichkeit, anschließend das Sieger-Köder-Museum oder das Alamannenmuseum Ellwangen zu besuchen (Eintritt maximal 4 € bzw. 3 € pro Person). Alternativ könnten wir einen Rundgang um das Schloss ob Ellwangen machen oder den Schönenberg besuchen.

Bitte melden Sie sich bis zum 7. Juni in der Geschäftsstelle an und teilen Sie uns mit, ob Sie an einem zusätzlichen Museumsbesuch (Sieger-Köder oder Alamannen) Interesse haben, bzw. bei gutem Wetter das Schloss oder den Schönenberg besuchen möchten. Das Anschlussprogramm wird sich nach den Wünschen der Mehrheit der Teilnehmer richten. Ihr Prof. Dr. Immo Eberl

 

Freitag, 8. Juli 2016, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Andrea Dettling: Jüdische Familienforschung in Südwest-Deutschland

Die jüdischen Synagogen-Gedenkstätten erhalten immer wieder Anfragen aus dem In- und Ausland zu verschiedenen jüdischen Familien. Mit der Einführung einer webbasierten, genealogischen Wissensdatenbank, die auf einer webbasierten SQL-Datenbanklösung basiert, können jetzt die verschiedenen Forschergruppen auch überregional zusammenarbeiten und Anfragen weltweit beantworten. Von Breisach bis Braunsbach, von Tübingen über Horb bis Rottweil können mit dieser Datenbank zwischenzeitlich die Lebensgeschichten von über 17.000 Personen dargestellt werden. Neben den genealogischen Daten wie Geburt, Heirat, Tod können ganze Biographien mit vielfältigen Medien (Fotos, Scans, Interviews, Häuser, Stolpersteinen u.v.m.) dargestellt werden. So kann diese Datenbank dazu beitragen, Informationen zu den einzelnen Familien für die Nachwelt festzuhalten und allen Interessenten zugänglich zu machen. Die Umsetzung mit TNG könnte auch als Muster für eine Vereinsdatenbank oder Familiengemeinschaft dienen.

Das Projekt startete 2015 unter der Leitung von Andrea Dettling, unterstützt vom Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb und gefördert von lpb (Landeszentrale für politische Bildung).

 

Freitag, 23. September, 18 Uhr - Geschäftsstelle des Vereins, Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus, 70182 Stuttgart

Gilbert L. Goodwin: Die Scherenschnitte von Pfarrer Paul Elsenhans (1863 – 1931)

In dem Vortrag mit Bildunterstützung wird diese wertvolle, in den Jahren 1890-1931 entstandene Sammlung vorgestellt. Sie befindet sich in unserem Vereinsarchiv und enthält mehrere Hundert reizvolle Scherenschnitte von Zeitgenossen des Künstlers, Kinder wie auch Erwachsene. Die kleinen Kunstwerke sind i. d. R. namentlich gekennzeichnet und oft auch mit weiteren Einzelheiten zu den abgebildeten Personen versehen.