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Willkommen beim Verein
für Familienkunde in Baden-Württemberg e.V.

Suchen Sie Ihre Vorfahren in Baden-Württemberg oder wollen in die Ahnenforschung einsteigen? Wir, der "Verein für Familienkunde in Baden-Württemberg e.V.", helfen Ihnen gerne bei kniffligen Fragen oder ersten Schritten.

Der 1920 gegründete Verein will den Sinn für Genealogie und Heraldik wecken und beleben und insbesondere die Familienkunde in all ihren Zweigen fördern und pflegen.

Für Einsteiger oder spezielle Fragestellungen, auch zur Wappenkunde, bieten wir regelmäßig Beratungen in unserer Vereinsbibliothek und bei unseren regionalen Arbeitskreisen an. Unsere Vereinsbibliothek steht allen Besuchern offen. Sie hat in ihrem Bestand zahlreiche Familiengeschichten, Ahnenlisten, Ortsfamilienbücher, Auswandererlisten und sonstige genealogische und heimatkundliche Literatur. Der Schwerpunkt liegt in Südwestdeutschland, jedoch sind auch die angrenzenden Gebiete und andere Regionen vertreten. In unserem Vereinsarchiv lagern etliche Nachlässe verstorbener Familienforscher, deren Forschungsergebnisse nur teilweise veröffentlicht sind.

Unsere Vereinszeitschrift "Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde" sowie regelmäßige Vorträge und andere Veranstaltungen in Stuttgart und in unseren Arbeitskreisen bieten einen Überblick über die aktuelle Forschung und die Möglichkeit, mit anderen Familienforschern in Kontakt zu kommen. Neue Besucher und Gäste bei den Veranstaltungen sind jederzeit willkommen, ebenso wie ehrenamtliche Mitarbeiter bei den Forschungsprojekten.

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Die Auswanderung der Hotzen nach Ungarn und in das Banat

Von Helmut Flacker, bearbeitet aus: Döbele, Leopold: Die Auswanderung der Hotzen nach Ungarn und in das Banat,
in: Mein Heimatland, Jahrg. 25, S. 13-26, Haus Badische Heimat, Freiburg 1938

Die Auswanderung der Hotzen (= Bewohner des Hotzenwaldes, der südlichsten Schwarzwaldausläufer) nach Ungarn und besonders in das Banat muß erstmals in den Jahren 1736/37 begonnen haben. Nach den Feststellungen des Banater Historikers Leo Hofmann ist 1737 als das Jahr der ersten Einwanderung der Hotzen zu betrachten. Die ältesten Einträge über deutsche Siedler in den Pfarrbüchern der Pfarrei Neuarad, wohin die Alemannensiedlung Saderlach bis 1759 als Pfarrfiliale gehörte, beginnen mit September 1737.

Saderlach, das von den zugewanderten Alemannen im Jahre 1737 neu gegründet und neu besiedelt worden war, wies u. a. folgende Geschlechter auf:

Albrecht, Binkert, Dörflinger, Dreyer, Eckert, Gantert, Gerteis, Hoffmann, Iseli, Knech, Malzacher,
Merkhofer, Morath, Müller, Schneider, Straub, Stritt, Sutter, Weißenberger, Zimmermann, Zipfel.

Wie Jakob Ebner in seinem Werk "Aus der Geschichte des Hauensteiner Dorfes Unteralpfen" berichtet, hatten bereits am 25. Februar 1737 eine Anzahl Hotzenwälder eine Eingabe an die vorderösterreichische Regierung in Freiburg gerichtet, in der sie den Wunsch vortrugen, in das Banat auszuwandern. Diese erste Auswanderung erfolgte also auf eigenen Entschluß der Auswanderer, die zumeist aus der Einung Unteralpfen-Birndorf stammten. Etwa 27 Familien verließen die alte Heimat und zogen hinunter in das Banat. Ein Teil von ihnen gelangte zuerst nach Munar, später nach Deutsch-Rekasch. Andere siedelten sich in Saderlach an, das fortan die Hauptsiedlung der ausgewanderten Alemannen wurde.

Die folgende Auswanderung im Jahre 1755 war keine freiwillige, sondern eine zwangsweise. Sie erfolgte auf Anordnung der Kaiserin Maria Theresia nach Niederwerfung des fünften Salpeteraufstandes auf dem Hotzenwald. Damals, am 9. Oktober 1755, wurden durch das Waldvogteiamt Waldshut über Nacht in ihren Häusern auf dem Wald 112 Salpeterer verhaftet, nämlich folgende 27 Väter mit ihren Angehörigen:

Fridolin Albietz aus Buch, Jakob Albietz aus Etzwihl, Martin Artzner aus Engelschwand, Fridolin
Bär aus Görwihl, Martin Bär aus Hierholz, Martin Beger aus Oberalpfen, Johann und Konrad Ebi
aus Oberalpfen, Georg Ebner aus Birndorf, Fridolin Eckert aus der Rütte, Fridolin Eckert aus Buch,
Michael Eckert aus Hogschür, Leonhart Gamp aus Dogern, Josef Geng aus Hogschür, Johann Georg
Gerspacher aus Oberwihl, Nikolaus Gottstein aus der Rütte, Jakob Huber aus Görwihl Adam
Jehle aus Dogern, Johann Baptist Kaiser aus Katzenmoos, Gregor Kummer aus Buch, Josef Leber von
der Glashütte, Johann Marder, der Preuß von Eschbach, Johann Georg Marder aus Waldkirch,
Johann Meier aus Niederalpfen, Johann Strittmatter aus Görwihl, Sebastian Werni aus Kiesenbach,
Jakob Zimmermann aus Görwihl.

Sie wurden nach Waldshut abgeführt und nach Verlesung des kaiserlichen Urteils nach Ungarn verbannt. Es war ein schweres Schicksal für diese hartgeprüften Menschen, daß sie nun ihre Heimat, für deren Freiheit sie 40 Jahre lang zäh und trotzig gekämpft und gelitten hatten, auf diese Weise verlassen mußten. Unter starker Bewachung, die Männer paarweise aneinander gekettet, wurden diese Hotzen von Waldshut aus auf sieben Wagen bis nach Günzburg an die Donau gebracht. Alsdann ging es zu Schiff die Donau abwärts hinein ins Ungarnland, in das Banat, das ihre neue Heimat werden sollte.

Viele Hotzenwälder siedelten in Saderlach, andere ließen sich in Neubeschenowa nieder, wo sich kurz vorher wahrscheinlich die 1741 nach Raab, Ofen und Komorn (Ungarn) verbannten Hotzenwälder angesiedelt hatten. Wegen des höchst ungesunden, mörderischen Klimas konnten sie dort jedoch nicht bestehen und ließen sich später in gesünderen Gemeinden nieder, vor allem in Guttenbrunn. In dessen nächster Umgebung war schon 1736 durch Siedler aus dem Hotzendorf Gurtweil (bei Waldshut) eine Siedlung gleichen namens entstanden. Früh begegnet man dort Geschlechtern wie: Albiez, Strittmatter, Eckert, Ebner, Bär. Andere Niederlassungen von Hotzen wurden errichtet in Hodschag, Parabutsch, Futok, Lippa, Oravicza, Temeschwar, Freidorf, Neu-Wien, Ujvar, Baracshaza.

Viele dieser Hotzenwälder Siedler kamen später im Banat zu Wohlstand und Besitz. Die Kunde davon drang in die alte Heimat und gab vielen Anreiz. Günstige Nachrichten, die man aus dem Banat erhalten hatte, bei den Jungen eine gewisse Neugier.

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